Übernehmen schon bald Roboter unsere Arbeit?

Übernehmen schon bald Roboter unsere Arbeit Quelle: Pixabay Bereits seit dem 19. Jahrhundert macht die Technologie so schnelle Fortschritte, dass die Gesellschaft kaum mithalten kann. Die frühe Automatisierung bestimmter Branchen bedrohte die Existenz der Arbeiter, die die Wahl hatten, sich an die neue Ära anzupassen oder zu verschwinden. Heute stehen wir vor der gleichen Problematik bezüglich der raschen Entwicklung automatisierter Systeme, nicht nur in der Fabrik, sondern in fast allen Geschäftsbereichen, einschließlich Finanzen, Marketing, Casinos, Aktienhandel, Callcentern, der Lebensmittelindustrie und sogar im Baugewerbe. Heute findet durch Algorithmen innerhalb von 10 Minuten mehr Börsenhandel statt, als durch menschliche Moderatoren in einer Woche passieren könnte. Täglich handeln automatisierte Systeme mit Vermögenswerten in Billionenhöhe.

Die schnelle Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und Robotern

Große Unternehmen verlassen sich auf Chatbots, die den Großteil der Kundenfragen beantworten, wodurch immer weniger menschliche Akteure erforderlich sind. Vor fünf Jahren übernahmen Chatbots rund 25% bis 30% der Kundenkommunikation. Dieser Prozentsatz ist heute auf 60% bis 80% gestiegen. Das bedeutet, dass Unternehmen nur eine  Handvoll qualifizierter Mitarbeiter einsetzen müssen, die die kompliziertesten Fälle für sie übernehmen. Die Robotik ist zudem so weit fortgeschritten, dass ein menschliches Eingreifen gar nicht mehr erforderlich ist. Seit Jahren verwenden wir Roboter dafür, repetitive, ermüdende Arbeiten mit höchster Präzision zu erledigen. Der Kompetenzbereich von Robotern hat sich erweitert und schon heute können Roboter Kisten stapeln, Burger wenden, reife Tomaten von einer Rebe pflücken, Ziegel verlegen und sogar Häuser bauen. In der Casinobranche kommen Roboter bereits testweise als Croupiers bei Kartenspielen zum Einsatz. In nicht allzu ferner Zukunft wird es an den Tischen von Las Vegas vor Robotern wimmeln, die tausende von Stunden an einem einzigen Blackjack-Tisch arbeiten können, ohne einen einzigen Deal zu verpassen, eine einzige Karte versehentlich zu zeigen oder einen einzigen Fehler zu machen. Laut der International Federation of Robotics ist die Anzahl automatisierter Systeme in der Branche in den letzten drei Jahren um 20 Prozent gestiegen. Bei diesem Tempo werden Softwareautomatisierung, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen in den nächsten fünf bis zehn Jahren spürbare Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben.

Ein Blick in die Zukunft

Die zu erwartenden Kosteneinsparungen für große Unternehmen sind einfach zu enorm, um sie zu ignorieren. Ob im Bereich der Software oder der Hardware, die Automatisierung der Industrie ist eine unausweichliche Tatsache. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht kam zu dem Schluss, dass bei bis zu 75% aller Arbeitsplätze ein Teil der anfallenden Aufgaben in den nächsten zwölf Jahren durch automatisierte Systeme übernommen werden könnte. Dies entspricht mehr als 800 Millionen Arbeitsplätzen weltweit. Wie schon bei der früheren industriellen Revolution wird die neue technologische KI-Revolution bestimmte Jobs und Systeme überflüssig machen, aber gleichzeitig ganz neue Jobgelegenheiten schaffen. Während wir in der Produktion und der körperlichen Arbeit Millionen von Arbeitsplätzen verlieren könnten, werden Millionen neue nötig sein, um automatisierte Systeme zu programmieren, zu designen und zu implementieren. Ein Blick in die Zukunft Quelle: Pixabay

Kreativität: Die letzte Hürde

Die Arbeitsplätze, die derzeit nicht gefährdet sind, sind diejenigen, die ein besonderes Maß an menschlicher Kreativität fordern. Ob es sich nun um künstlerische, empathische oder intuitive Kreativität handelt, KI-Systeme haben noch nicht den Punkt erreicht, an dem sie auf der Basis von Gefühlen die Schönheit oder den Wert von etwas bestimmen können. Jeder, der künstlerische, gestalterische Inhalte erstellt, wird noch viele Jahre eine Rolle spielen. Journalisten, Grafikdesigner, Autoren, Architekten, App-Entwickler, Psychologen und alle, in deren Beruf Empathie eine Rolle spielt, können KI nutzen, um sie bei ihren Aufgaben unterstützen, werden aber noch lange den kreativen Prozess dominieren. Am anderen Ende des Spektrums werden Menschen, die einen Job haben, bei dem sie monotone oder einfache mechanische Arbeiten erledigen, über kurz oder lang mit Robotern oder KI-Software zusammenarbeiten oder sogar durch diese ersetzt werden. Dazu gehören Übersetzer, Mitarbeiter der Fastfoodbranche und von Callcentern, Angestellte in Reisebüros, Maurer, Verpackungsmitarbeiter, Kuriere und Taxifahrer. Für viele Menschen wird es heißen: Pass dich an oder verliere, denn der Arbeitsmarkt wird sich von der manuellen Arbeit hin zur Programmierung und Wartung automatisierter Systeme verlagern.
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