Talentierte Fußballer, die es nicht geschafft haben

Fußball-Talente ohne Durchbruch Quelle: Live Work Germany An herausragenden Fußballern hat es Deutschland selten gemangelt. Schließlich gelang es der Nationalmannschaft insgesamt viermal, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Zuletzt holte das DFB-Team 2014 den Titel in Brasilien. Beteiligte Spieler wie Bastian Schweinsteiger, Mesut Özil und Thomas Müller haben sich damit schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt. So manchem anderen Kicker haben Experten eine ähnlich erfolgreiche Karriere vorausgesagt. Aus verschiedenen Gründen blieb ihnen jedoch der endgültige Durchbruch verwehrt.

Früher Rücktritt wegen Depressionen

Sebastian Deisler Quelle: Pinterest Fußballspieler verdienen mehr Geld, als man selbst mit sehr viel Glück im Online Casino gewinnen kann. Dennoch steht bei vielen das Gehalt nur an untergeordneter Stelle. Viel wichtiger ist ihnen, regelmäßig auf dem Platz zu stehen, zu den Erfolgen ihrer Mannschaft beizutragen und über ihre Karriere hinaus in guter Erinnerung zu bleiben. Sebastian Deisler ist vielen Fußball-Fans noch immer ein Begriff, allerdings verbinden sie mit seinem Namen ein eher tragisches Schicksal. Deisler galt Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre als der kommende deutsche Weltstar. Von Borussia Mönchengladbach wechselte er 1999 zu Hertha BSC, drei Jahre später als Nationalspieler zu Bayern München. Dort machte ihm der enorme Druck so sehr zu schaffen, dass er an einer Depression erkrankte und im Januar 2007, im Alter von nur 27 Jahren, seinen Rücktritt vom Fußball erklärte.

Bayern als Endstation

Jan Schlaudraff Quelle: Kicker Wie Deisler startete auch Jan Schlaudraff seine Profikarriere bei Borussia Mönchengladbach und landete später bei Bayern München. Allerdings musste Schlaudraff zunächst einen Schritt zurückgehen. Anfang 2005 wechselte er von Gladbach zum damaligen Zweitligisten Alemannia Aachen und trug in der nachfolgenden Saison wesentlich dazu bei, dass die Aachener in die Bundesliga aufstiegen. Nachdem sein Team im Sommer 2006 zurück in die zweite Liga abstieg, ging Schlaudraff zu den Bayern. Dort wurde er Nationalspieler, allerdings blieb ihm der Sprung in die erste Mannschaft der Münchner verwehrt. Im Sommer 2008 ging Schlaudraff daher nach Hannover, wo er sieben Jahre später mit 31 Jahren seine Karriere beendete. Alexander Baumjohann ging im Sommer 2009 den direkten Weg von Borussia Mönchengladbach zu Bayern München, nachdem er fünf Jahre zuvor seine Profikarriere beim FC Schalke 04 begonnen hatte. Aber auch Baumjohann wurde in München nicht glücklich, spielte in einem Jahr nur dreimal und ging dann zurück zu Schalke. Nach Stationen in Kaiserslautern und bei Hertha BSC verließ er 2017 Deutschland und schloss sich dem brasilianischen Verein Coritiba FC an. Seit August 2018 ist Baumjohann für den australischen Club Western Sydney Wanderers FC aktiv.

Von München nach England

Jan Kirchhoff Quelle: Bavarian Football Works Auch Jan Kirchhoff stand bei Bayern München unter Vertrag. Nachdem er zwischen 2008 und 2013 beim FSV Mainz gespielt hatte, ging er ablösefrei nach München. Dort kam er nur sehr selten zum Einsatz, weshalb er von Anfang 2014 bis zum Sommer 2015 an den FC Schalke 04 verliehen wurde. Nach einer überstandenen Verletzung wurde er in Gelsenkirchen zum Stammspieler und kehrte nach der Leihe zu den Bayern zurück. In deren Profimannschaft wurde er jedoch nur noch einmal im DFB-Pokal eingesetzt, so ging im Januar 2016 zum AFC Sunderland nach England. Nach dessen Abstieg war Kirchhoff bis zum Februar 2018 vereinslos und unterschrieb dann bei den Bolton Wanderers in der zweiten englischen Liga. Weil sein Vertrag am Ende der Saison 2017/2018 auslief, ist Kirchhoff derzeit erneut ohne Verein.  

Hochgelobt, aber perspektivlos

Sebastian Rode Quelle: Bundesliga Von den Kickers Offenbach wechselte Sebastian Rode im Jahr 2010 als 20-Jähriger zu Eintracht Frankfurt. Dort musste er in seiner ersten Saison gleich den Abstieg miterleben, ging aber mit der Eintracht in die zweite Liga, obwohl er bei verschiedenen Bundesligisten heiß begehrt war. So konnte er seinen Teil zum Wiederaufstieg der Frankfurter im Sommer 2012 beitragen. Zwei Jahre später konnte er dem Locken des FC Bayern München nicht widerstehen und unterschrieb beim Rekordmeister einen Vierjahresvertrag. Auch wenn Rode von vielen Experten für seine rustikale Spielweise gelobt wurde, kam er bei den Bayern nur selten über 90 Minuten zum Einsatz. Im Sommer 2016 verkauften ihn die Münchner schließlich für zwölf Millionen Euro an den Ligakonkurrenten Borussia Dortmund. Aber auch dort lief es nicht besser für den defensiven Mittelfeldspieler. Ende November 2016 machte er sein letztes Spiel über 90 Minuten. Probleme mit der Leiste und eine Stressreaktion am Schambein sorgten dafür, dass er von da an fast vollständig außer Gefecht war. Unter dem BVB-Coach Lucien Favre hat Rode derzeit keine Chance, sich in die Mannschaft zu spielen.
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