Facebook laufen die jungen User weg

Mark Zuckerberg, Chef von Facebook Quelle: Wikimedia Eine der wichtigsten Aktivitäten, für die das Internet heute genutzt wird, ist der Austausch mit anderen Menschen. Dafür werden soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Instagram verwendet. Auch Unternehmen setzen diese Plattformen ein, um mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben. So findet man beispielsweise das eine oder andere Online Casino in den sozialen Medien. Lange stand Facebook an der Spitze der sozialen Netzwerke, was die Nutzerzahlen angeht. Allerdings stagnieren die Werte seit geraumer Zeit. Vor allem junge User sind inzwischen eher bei Snapchat und Instagram unterwegs.

Nutzerwanderung zwischen Facebook und Snapchat

In den USA ist der Wandel bei den sozialen Medien recht deutlich zu erkennen. Zwar hat Facebook dort fast 170 Millionen User und damit einen deutlichen Vorsprung gegenüber Snapchat, wo rund 87 Millionen US-Amerikaner regelmäßig aktiv sind. Allerdings, so schätzt die New Yorker Marktforschungsagentur eMarketer, wird Facebook im Jahr 2018 rund zwei Millionen Nutzer zwischen zwölf und 17 Jahren verlieren. Dem stehen 1,9 Millionen User aus der gleichen Altersgruppe gegenüber, die Snapchat in diesem Jahr gewinnen wird. Zwar wächst Facebook noch immer, allerdings vor allem wegen der zunehmenden Zahl an älteren Nutzern. Und die könnten demnächst auch zu Snapchat überwandern. Denn das Netzwerk hat vor einigen Monaten seine mobile App überarbeitet und eine einfachere Bedienung implementiert. Der Hintergrund ist, dass ältere Internet-User mit der Nutzeroberfläche von Snapchat nicht allzu gut zurechtkamen und die Plattform deshalb mieden. Mit dem Re-Design will der Dienst nun für alle Altersgruppen problemlos zugänglich werden. Auf der anderen Seite besteht nun aber die Möglichkeit, dass sich junge Menschen, die auf Snapchat unterwegs sind, von der Seite abwenden, weil sie nicht auf der gleichen Plattform sein wollen wie ihre Eltern oder Großeltern. Und das könnte dann wieder die große Chance für Facebook werden. Snapchat auf einem Smartphone Quelle: Wikimedia

Das Duell zwischen Facebook und Snapchat

Schon im Jahr 2012 kam es zu ersten Spannungen zwischen Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Evan Spiegel, dem Gründer von Snapchat.  Medienberichten zufolge wollte Zuckerberg nämlich Snapchat kaufen. Als ihm das nicht gelang, kopierte Instagram, in dessen Besitz Facebook ist, die wichtigste Funktion von Snapchat: das Posten von Fotos, die nach kurzer Zeit nicht mehr abrufbar sind. Als daraufhin die Nutzerzahlen von Snapchat stagnierten, gab Spiegel Zuckerberg die Schuld daran.

Der Datenskandal von Facebook

Ab Mitte März hatte Facebook mit einem Skandal zu kämpfen, der weltweit für Aufsehen sorgte. Das Beratungsunternehmen Cambridge Analytica war in der Lage, die Daten von rund 87 Millionen Facebook-Usern abzugreifen und für seine Zwecke zu nutzen. Facebook wusste seit 2015 von diesen Vorgängen, tat allerdings aktiv nichts dagegen. Nachdem sich Mark Zuckerberg zunächst gar nicht zu dem Skandal äußerte, nahm er letztlich die Schuld an dem Datenmissbrauch auf sich. Er versprach, dass sich sein Unternehmen zukünftig intensiver um den Schutz der Daten seiner Nutzer kümmern würde. Trotzdem riefen viele Medien und Experten dazu auf, Facebook zu boykottieren. An der Börse machten sich die Ereignisse zunächst deutlich bemerkbar, da die Aktie von Facebook nach Bekanntwerden des Datenskandals auf ein Jahrestief stürzte. Allerdings erholte sie sich auch recht bald wieder und steht inzwischen höher als je zuvor. Das zeigen auch die Zahlen für das erste Quartal von 2018, die Ende April veröffentlicht wurden. Sie weisen einen Gewinn von fast fünf Milliarden Euro und damit einen Anstieg um 63 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2017 auf.
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